LA MEZZALUNA


WEG DER SELBSTERKENNTNIS: BUDDHISTISCHE GLAUBENSGRUNDSÄTZE


Der buddhistsiche Glaube besagt, dass jeder Mensch unendlich viele Leben durchlaufen muss, bis er den höchsten geistigen Zustand, die sogennante "Erleuchtung" erreicht hat. Erleuchtet zu sein, bedeutet, in Harmonie und innerer Ruhe in Frieden mit der Welt zu leben und von allen Blockaden befreit einen Zustand der Seelenruhe und Zufriedenheit erreicht zu haben. Es bedeutet, sich selbst gefunden zu haben.

Der Zustand der Erleuchtung gilt als das ultimative Ziel der buddhistischen Religion. Buddha selbst lehrte, dass nicht er als Person, sondern die Möglichkeit, die er bot, verehrt werden solle:"*Seht nicht auf mich", sagte er, "sondern auf den Zustand der Erleuchtung".Um Erleuchtung zu erlangen ist es allerdings nötig,die ewige Folge von Wiedergeburten, die nach buddhistischem Glauben den Kreislauf des Lebens ausmachen, zu durchbrechen und somit das irdische Leiden zu beenden.

Wie das ganze Leben eines gläubigen Buddhisten zielt auch die buddhistische Kunst, vor allem die Malerei, drauf ab, die Harmonie von Geist, Körper und Seele zu vervollkommnen und dem Zustand der Erleuchtung möglichst nahe zu kommen. Einen besonders hohen Stellenwert in der buddhistischen Malerei hat die seit Jahrhunderten praktizierte Mandalakunst: Meditiert man nach buddhistischem Glauben über einem Mandala, also über der visuellen Darstellung von Mantras oder Gottheiten, so reist man ins eigene Innere und entdeckt dort eine Welt, die einem bislang verborgen war.

Jedoch ist ein buddhistisches Mandala weniger ein klar strukturiertes, symmetrisches Geflecht aus geometrischen Formen, wie wir es kennen, sondern vielmehr eine detailreiche und bedeutungssschwangere Darstellung des Universums und seiner Schwingungen. Die Betrachtung der darauf abgebildeten Figuren soll den Meditierenden einerseits auf die Zeit nach dem Tod vorbereiten und andererseits als Energiequelle für das Leben im Diesseits dienen.

Romio Shrestha, buddhistischer Kunstsammler und Visionär aus dem Himalajagebiet, definiert Kunst als "**Tor zum Göttlichen". Sowohl der Betrachter als auch der Künstler werden Teil der Kunst, verschmelzen regelrecht mit ihr und kmmen in den Genuss eines Zustandes, der mit dem der Erleuchtung zu vergleichen ist. Die Kunst macht es uns möglich, das Göttliche in uns selbst zu finden.

* Kelsang Gyatso, Gehse: Einführung in den Buddhismus, Zürich 1992/93

** Shrestha Romio: Himmlische Galerie, Köln 2006


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